Thomas Roth und Joachim Hempel kämpfen für die Glaubwürdigkeit des Journalismus. Als Ombudsrat der "Braunschweiger Zeitung" gehen sie täglich Beschwerden ihrer Leser nach.

Der Ombudsrat ist die Schnittstelle zwischen Redaktion und Leser. Seit einigen Jahren arbeitet die Zeitung in Braunschweig mit dem Ombudsrat – und das sehr erfolgreich. Darüber berichtet Sofia Tchernomordik im NDR-Medienmagazin ZAPP.

Seit zwei Jahren arbeiten Roth und Hempel zusammen. Die Zeitung hat den Ombudsrat vor über acht Jahren gegründet, damals in anderer Besetzung mit einem pensionierten Generalstaatsanwalt. Eine externe Person sichert die Unabhängigkeit der Ombudsmänner.

„Ein Leser hat kritisiert, wir hätten immer nur dieselben drei oder vier Experten für Autothemen, also alles rund um VW, was für unsere Region wichtig ist“, erinnert sich Thomas Roth. Roth ist stellvertretender Chefredakteur der „Braunschweiger Zeitung“ – und zusammen mit dem ehemaligen Domprediger Joachim Hempel bildet er den Ombudsrat der Zeitung.

Im Schnitt erreichen die Ombudsmänner wöchentlich etwa 15 Mails unterschiedlicher Natur.

Abgedruckt werden aber nur die Themen, die für eine breite Leserschaft interessant sein könnten. Diese Artikel erscheinen dann zusätzlich auf der Internetseite. Dort findet man auch die Stellungnahme des Autors und des Ombudsrats zu dem jeweiligen Thema. Die Leserbriefe sollen eben keine Karteileichen werden, sondern im besten Fall eine lebendige Diskussion anregen.

Die Zeitung lebt heute von dem Dialog mit dem Leser. Dafür braucht sie den beständigen Austausch und neue Ideen.

Video-Quelle: YouTube, Ombudsrat – Ansprechpartner für Leserkritik, NDR-Medienmgazin ZAPP, Mi. 15.03.2017, Autorin: Sofia Tchernomordik, mehr…

Kaspar Koller

Redakteur/Autor, eMail: kaspar.koller[at]media-news-blog.de

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