Informationsfernsehen „Phoenix“ – 20 Jahre „Das ganze Bild“

Foto: Phoenix/WDR/Langer
Foto: Phoenix/WDR/Langer
Ereignisse, Gespräche, Dokumentationen: Seit 20 Jahren bietet PHOENIX seinen Zuschauerinnen und Zuschauern ein Programm, das in diesem Dreiklang einzigartig ist.

Auch im Jubiläumsjahr spielt der Ereignis- und Dokumentationskanal von ARD und ZDF seine Stärken aus und bietet dem Publikum eine ausführliche, hintergründige und vielfältige Berichterstattung. 

7. April 1997: phoenix-Sendestart: „Machen Sie sich das ganze Bild“ phoenix nimmt seinen Sendebetrieb in Köln auf. Von 8:00 Uhr an bietet er täglich 16 Stunden Programm, vor allem Direktübertragungen, Dokumentationen und Gesprächssendungen. Die „Tagesschau“ um 20 Uhr und das ZDF-„heute journal“ um 21:45 Uhr werden zeitgleich übernommen und als Service für Hörgeschädigte und Gehörlose von einer auf dem Bildschirm sichtbaren Gebärdendolmetscherin übersetzt. phoenix zeigt (noch) kein Nachtprogramm.

ZDF-Intendant Dr. Thomas Bellut: „PHOENIX ist eine 20-jährige Erfolgsgeschichte. Der Markenkern ist unverändert: Ein unverfälschter Blick auf die Wirklichkeit mit langen Liveübertragungen und die kompetente und neutrale Analyse in Dokumentationen und Gesprächen. Kein anderer Sender bietet so viel Information über Politik.“

Die ARD-Vorsitzende, MDR-Intendantin Karola Wille: „PHOENIX ist ein unverzichtbarer Teil unserer Programmfamilie und bleibt mit dem Dreiklang aus aktueller Ereignisberichterstattung, vertiefenden Hintergründen und dokumentarischer Relevanz eine wichtige Säule der Informations-und Nachrichtenkompetenz der ARD. Wer über deutsche und europäische Politik und ihre aktuellen Herausforderungen im Bild bleiben will, kommt an PHOENIX nicht vorbei. Das ist öffentlich-rechtlicher Auftrag im besten Sinne.“

WDR-Intendant Tom Buhrow: „Wer Themen durchdringen möchte, ist bei PHOENIX genau richtig. In diesen bewegten Zeiten zeigt sich erneut, wie wichtig es ist, dass Journalisten genau hinschauen, Zusammenhänge herstellen und sicher Geglaubtes hinterfragen. Genau das macht PHOENIX. Seit zwei Jahrzehnten berichtet der Sender über Themen aus Politik und Wirtschaft und bietet dabei Fernsehen im besten öffentlich-rechtlichen Sinne: so aktuell wie hintergründig, so vielfältig wie geradlinig, so informativ wie unterhaltsam. Das war vielleicht nie so wichtig wie heute.“

„Gerade in Zeiten von ‚Fake News‘ und politischer Hetze vor allem in den sozialen Medien möchten wir unsere Zuschauer verlässlich und nachhaltig informieren. Das war vielleicht nie so wichtig wie heute“, sagt PHOENIX-Programmgeschäftsführer Michael Hirz. „So versuchen wir dem Misstrauen gegenüber den Medien entgegenzuwirken.“ Programmgeschäftsführerin Michaela Kolster ergänzt: „Wir möchten den Zuschauern Erklärung, Orientierung und auch Möglichkeiten der Interaktion bieten und so den Herausforderungen des ‚postfaktischen Zeitalters‘ begegnen.“

Seit seiner Gründung am 7. April 1997 ist der Bonner Sender zu einer festen Größe unter den Informationskanälen geworden und aus der deutschen Fernsehlandschaft nicht mehr wegzudenken. Bedeutende Ereignisse aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aus dem In- und Ausland werden in der Regel live und in voller Länge übertragen. Studiogespräche mit Experten, Schaltgespräche zu den Korrespondenten von ARD und ZDF, Gesprächssendungen und Dokumentationen ordnen das Geschehen ein.

Das kommt beim Zuschauer gut an: Seit sechs Jahren liegt PHOENIX stabil bei durchschnittlich 4,31 Millionen Zuschauern täglich (2016). Mit rund 38.000 Abonnenten auf dem Videoportal YouTube ist der Sender führend unter den Informationskanälen.

Die Schwerpunkte liegen im Jubiläumsjahr 2017 klar auf dem „Superwahljahr“ – auf den Präsidentschaftswahlen in Frankreich, dem Referendum in der Türkei, den Wahlen in den Bundesländern, natürlich der Bundestagswahl im September – und auf Europa.

„Wir werden in diesem Jahr vermehrt europapolitische Themen im Programm haben, werden regelmäßig aus dem EU-Parlament in Straßburg und Brüssel berichten und Gesprächssendungen wie etwa das ‚Forum Demokratie‘ in europäischen Städten produzieren, wenn es einen entsprechenden politischen Anlass gibt“, kündigt Programmgeschäftsführerin Michaela Kolster an.

„Ein guter Zeitpunkt, um über einen öffentlich-rechtlichen Nachrichtensender à la CNN nachzudenken“, meint Tilman P. Gangloff im ver.di-Magazin „Menschen machen Medien“:
Abgesehen von den Live-Übertragungen bestreitet Phoenix einen Großteil seines Programms jedoch mit Wiederholungen. Auch deshalb mehren sich die Forderungen, ARD und ZDF sollten einen Nachrichtensender im Stil des amerikanischen CNN gründen. Nach Ansicht von Bernhard Pörksen, Professor für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen, wäre ein solches Angebot „in Zeiten des grassierenden Medienmisstrauens und einer Polarisierung von Öffentlichkeit eine doppelt gute Idee“. ARD und ZDF würden ihre Kernaufgabe „noch schärfer als Informationsauftrag definieren; das steht längst an.“ Außerdem wäre so ein Sender als „weithin sichtbare Investition in den Qualitätsjournalismus ein kluger Schachzug in der Debatte über die Legitimation des gesamten öffentlich-rechtlichen Systems.“ [mehr]

20 Jahre Phoenix – Chronik

Bildnachweis: Phoenix/WDR/Langer, Empfangsbereich vom Phoenix Gebäude

Kaspar Koller

Redakteur/Autor, eMail: kaspar.koller[at]media-news-blog.de

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