"Focus" baut weitere Arbeitsplätze ab. Der Verlag will sich in Berlin von rund 20 Redakteuren trennen - zusätzlich zu den betriebsbedingten Kündigungen durch den Umzug der Redaktion von München nach Berlin. Das berichtet der "Journalist".

Das DJV-Magazin „journalist“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, dass in der Berliner Focus-Redaktion rund 20 Stellen gestrichen werden sollen. Ursache seien die Auflagenverluste des Magazins. „Hubert Burda muss seine verlegerische Verantwortung wahrnehmen“, fordert DJV-Bundesvorsitzender Frank Überall. „Wenn der Stellenabbau wirklich unvermeidbar ist, muss ein Sozialplan her.“

Der Deutsche Journalisten-Verband fordert den Burda-Verlag auf, den jetzt bekannt gewordenen Personalabbau in der Redaktion der Zeitschrift „Focus“ so sozialverträglich wie möglich durchzuführen.

Nach „journalist“-Informationen weigert sich Hubert Burda Media bisher, einen Sozialplan aufzustellen. Der Betriebsrat soll sich deshalb an das Arbeitsgericht Berlin gewandt haben. Überall: „Es ist schäbig, wenn die Arbeitnehmervertretung zu einem solchen Schritt gezwungen wird.“ Er erwarte von Burda, außergerichtlich den berechtigten Forderungen des Betriebsrats nachzukommen. „Herr Burda, Sie schaden mit Ihrer Ignoranz nicht nur Ihren Journalisten, sondern auch dem Image des Blattes“, so der DJV-Vorsitzende.

Weblink: → www.djv.de

Kaspar Koller

Redakteur/Autor, eMail: kaspar.koller[at]media-news-blog.de

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