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dpa stärkt Faktencheck: Neue Position des Verification Officers für Stefan Voß

Foto: dpa/Kay Nietfeld
Foto: dpa/Kay Nietfeld

Mit einem Team von Faktencheck-Experten baut die Nachrichtenagentur dpa ihr Knowhow zur Überprüfung von Informationen, Bildern und Videos im Social Web weiter aus. Die Leitung übernimmt in der neu geschaffenen Rolle eines Verification Officers der erfahrene Auslandskorrespondent und Politik-Dienstleiter Stefan Voß (47).

„Als Agenturjournalisten sind wir schon immer Faktenchecker im Dienst unserer Kunden“, sagt dpa-Chefredakteur Sven Gösmann. Herausforderungen wie Fake News, Gerüchte und Propaganda im Netz erforderten aber ständig neue Fähigkeiten. Spezielle Software, Datentools und hohe Social-Media-Kompetenz seien immer wichtiger. „Stefan Voß bringt alles für diese Aufgabe mit: langjährige journalistische Erfahrung, viel Expertise und jede Menge Neugier.“

Stefan Voß hat von 1998 bis 2009 zunächst als Korrespondent in Kiew und später als Büroleiter in Moskau mehr als ein Jahrzehnt lang für die dpa aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion berichtet. Er spricht fließend Russisch. Seit seinem Wechsel in die dpa-Zentrale nach Berlin arbeitete er in der Politikredaktion, zuletzt als Dienstleiter Innenpolitik. In seinen Berliner Jahren hat er intensiv die Einbindung von Social Media in die Redaktionsstrukturen vorangetrieben.

Voß soll von der Berliner Newsroom-Zentrale aus mit weiteren Experten im dpa-Netz eine neue Verifikations-Einheit aufbauen. „Nachrichtenagentur und Faktencheck sind stets Teamarbeit“, betont Voß. Die Fachleute werden in Toplagen wie Terrorattacken oder Katastrophen ebenso zum Einsatz kommen wie bei Spezialfällen der Recherche im Alltag. Ihr Knowhow sollen sie zudem über Trainings an alle dpa-Journalisten weitergeben, sagt Voß. „Faktencheck ist und bleibt bei dpa erste journalistische Grundaufgabe für jeden.“

Das neue Verifikations-Team arbeitet eng mit dem dpa Social Web Radar zusammen. Diese Einheit am Newsdesk ist ein redaktionsinternes Warnsystem und ein Themenfinder: Am Radarplatz werden Soziale Netzwerke und Nachrichtenseiten laufend mit einer Reihe von spezialisierten Monitoring-Programmen beobachtet. dpa entdeckt so für die Kunden noch schneller breaking news, virale Geschichten und interessanten user-generated content. Die Leitung hat seit vergangenem Jahr Radar Officer Christopher Weckwerth (27).

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Der Autor

Bernhard Hauff

Medienjournalist, München, eMail: bernhard.hauff[at]media-news-blog.de

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